Der Künstler

photo: caro tolkemit // www.carotolkemit.de

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Armin Goike-Bentrup, 1950 in Lippstadt geboren.
Seit 1980 wohnhaft in Hamm.
Autodidakt
Acrylmalerei

Nach den üblichen Kinderzeichnungen, für die ich immer viel Anerkennung und Lob bekam, schlief das Bedürfnis zu malen jahrelang völlig ein. Der Drang mich nonverbal zu äußern entwickelte sich erst wieder während meiner Lebenskrisen. Sie haben den Drang in mir geweckt wieder zum Stift und später zum Pinsel zu greifen.

Negative Gefühle und diffuse Ängste begann ich nun immer häufiger in Zeichnungen festzuhalten. Die Bildaussagen haben sich mir bei späterer Betrachtung nicht immer erschlossen (was sich bis heute nicht geändert hat), hatten aber etwas befreiendes.

Eine klare Vorstellung habe ich selten, bevor ich ein Bild beginne. Meist ist es eine kleine Idee, ein Gegenstand, eine Körperhaltung oder ein Gesichtsausdruck, der mich beginnen lässt. Dabei sind meine Arbeiten immer als ein Abbild des Ist-Zustands meiner seelischen Verfassung zu sehen.

Neben kritischen Bildern im Bezug auf unsere Gesellschaft, Umweltthemen, Glaubensfragen und Sucht, ist der Mensch mit all seinen zwischenmenschlichen Unzulänglichkeiten mein heute bevorzugtes Thema. Zentrales Element ist dabei der Widerstreit individueller triebhafter Bedürfnisse und gesellschaftlicher Anforderungen und Notwendigkeiten. Zwischen existenziellen Ängsten und alltäglichen Problemen versuche ich, meine Position zu definieren. Immer wieder stoßen die Betrachtenden auf Elemente verhinderter Kommunikation und auf die Thematisierung von Nähe und Distanz, Beziehung und Nicht-Beziehung.

 

Auswahl von Einzelausstellungen:

2007 – Stadthausgalerie (Hamm)
2008 – LWL Klinik (Warstein)
2011 – Syndicart Ausstellung im Atelier Norbert Matzdorf (Hamm)
2011 – Mensa (Hamm)
2016 – Galerie C Keller (Weimar)
2016 – Einzelausstellung, Gesundheitswoche (Kalisz/Polen)
2018 – Finanzamt (Hamm)
2018/19 – Kulturhaus Alter Schlachthof (Soest)